Austausch für eine starke soziale Infrastruktur in Pankow

Am 29. September trafen sich im Pfefferberg Haus Vertreter:innen des Wohlfahrtsverbandes des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin, des Bezirksamtes Pankow und acht soziale Träger, um die Ergebnisse einer Studie zur sozialen Wirksamkeit ihrer Angebote zu diskutieren. Bezirksbürgermeisterin Dr. Cordelia Koch verwies in ihrer Begrüßungsrede darauf, dass die Studie Rationalität in eine emotionale Debatte rund um die Kürzungen bringe. Zu Beginn stellten die beteiligten Träger sich und ihre vielfältigen Angebote vor um zu verdeutlichen, welche geleistete Arbeit hinter den Zahlen der diskutierten Studienergebnisse steht.
Anschließend präsentierten die Studienleiter Prof. Dr. Bernd Halfar und Prof. Dr. Jürgen Zerth die Ergebnisse: Sie zeigen, dass Sozialausgaben als Investitionen verstanden werden können – mit messbarer Rendite für Gesellschaft und Wirtschaft.
In der anschließenden Gesprächsrunde „Wirkung statt Kürzung – Pankows Sozialausgaben als Investition“ betonte unsere Vorstandsvorsitzende Susanne Buss, dass in der Debatte um soziale Arbeit oft zu schnell über Defizite gesprochen wird. „Ich plädiere für mehr Kommunikation und Begegnung zwischen Politik und Trägern – etwa durch Hospitationen von Politiker:innen in Einrichtungen.“ Diese Einblicke hätten einen nachhaltigen, positiven Effekt, weil die Nöte und Sorgen von Klient:innen so unmittelbar sichtbar werden.
Zum Abschluss formulierten die Beteiligten klare Wünsche. Melanie Rubach (Senatsverwaltung für Finanzen) betonte die Bedeutung von Vertrauen, Transparenz und Zusammenarbeit zwischen Politik und Trägern. Harald Thiel (Stephanus Stiftung) und Susanne Buss wünschten sich von der Politik langfristigere Planungszeiträume und eine kaufmännischere Perspektive. Anne Jeglinski (Paritätischer Berlin), die die Diskussion leitete, ermunterte die Träger, mutig zu bleiben und sich bewusst zu sein, dass ihre Stimmen gehört werden – auch über ihre eigenen Abteilungen hinaus.
Weitere Informationen rund um die durchgeführte Studie können Sie der Pressemitteilung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Berlin entnehmen.