Berlin, 1. Oktober 2025. 93 Namen, 93 Leben – Die Volkssolidarität Berlin lädt am 9. Oktober ab 16:00 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung für die ehemaligen Bewohner:innen des jüdischen Altersheims in der Mahlsdorfer Straße ein. Im heutigen Gebäude des Wohnen mit Service der Volkssolidarität in Köpenick befand sich einst ein Altersheim der Jüdischen Gemeinde zu Berlin.
Die Veranstaltung beginnt um 16:00 Uhr in der Aula der Merian-Schule; Hoernlestraße 80; 12555 Berlin. Historikerin Dr. Bettina Goldberg spricht über das jüdische Altersheim Köpenick und das Schicksal seiner Bewohner:innen. Schüler:innen der Merian-Schule gestalten einen Beitrag, musikalisch wird das Programm von Kantor Yoed Sorek begleitet. Vor unserem Wohnen mit Service in der Mahlsdorfer Straße 94, in 12555 Berlin werden die Namen von 92 Ermordeten verlesen und an die Gebäudewand projiziert, das jüdische Totengebet Kaddisch wird gesprochen.
„Erinnern ist keine rückwärtige Handlung, sondern eine Investition in unsere Gemeinschaft. Nur wenn wir die Stimmen der Vergangenheit hören, können wir heute die richtigen Entscheidungen treffen. Wir leben Vielfalt und haben Platz für alle Konfessionen und auch jene, die nicht an Gott glauben. Es ist selbstverständlich, dass wir uns an einer Gedenkveranstaltung beteiligen, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnert und eine unserer Einrichtungen betrifft. Das gilt im Besonderen 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und unserer darauffolgenden Gründung im ersten Nachkriegswinter“, sagt Susanne Buss, Vorstandsvorsitzende der Volkssolidarität Berlin.
Die Volkssolidarität Berlin lädt Journalist:innen, Vertreter:innen sozialer Träger und interessierte Bürger:innen herzlich ein, an diesem Gedenken teilzunehmen.
