Wie aus einem Gespräch ein richtungsweisendes Projekt für Schüler:innen wird, zeigt unsere Kooperation mit der Sekundarschule im Neuköllner Rollbergkiez.
Ihren Anfang nahm die Zusammenarbeit in einem Leadership-Programm von Leadership Berlin – Netzwerk Verantwortung e.V., das Akteur:innen aus unterschiedlichen Unternehmen und sozialen Einrichtungen zusammenbrachte. Dort kam unser stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Jan Bresler, mit der Schulleitung, Frau Drochner, ins Gespräch.
Schnell wurde deutlich: An der Schule besteht ein Bedarf an Berufsorientierung. Seitdem gibt Jan Bresler gelegentlich Unterrichtsstunden, in denen er den jungen Menschen nicht nur Berufsbilder im sozialen Bereich aufzeigt, sondern ihren Blick für unterschiedlichste Lebenswege öffnet.
Ein weiterer wichtiger Bedarf wurde unterdessen sichtbar: Die Schüler:innen müssen Pflichtpraktika absolvieren, doch geeignete Plätze sind knapp. Vor allem solche, die nicht nur einen kurzen Einblick ins Berufsleben ermöglichen, sondern im besten Fall den Weg in eine Ausbildung eröffnen. Inzwischen haben bereits einige Schüler:innen ein Praktikum bei uns absolviert.
Die Begegnungen haben Eindruck hinterlassen. „Der erste Eindruck der Schule und der Schüler:innen haben mich nachhaltig bewegt und dazu animiert, mich einzubringen“, erzählt Bresler. Gerade für Jugendliche, die in einem schwachen sozialen und familiären Umfeld verankert sind, sei es wichtig, Perspektiven für ihren (beruflichen) Weg zu eröffnen – am besten solche, an die sie bisher noch gar nicht gedacht haben.
Begleitet werden die Praktikant:innen während ihrer Zeit bei der Volkssolidarität Berlin von Christina Martinez, Koordinatorin für Personalentwicklung. Sie bringt es auf den Punkt: „Wichtig ist, dass die Jugendlichen merken, dass jemand an sie glaubt.“ Sie ernst zu nehmen, sie zu ermutigen dranzubleiben, das bildet mitunter den Kern der Zusammenarbeit.
Die Kooperation soll weiter ausgebaut werden: Neben der fortlaufenden Berufsorientierung ist ein zusätzlicher Bewerbungs-Workshop (z. B. zu Unterlagen und Einstieg) angedacht. Denn je früher Jugendliche Orientierung, Unterstützung und reale Chancen bekommen, desto eher entsteht daraus das, was wir als Volkssolidarität stärken wollen: Teilhabe – und Zukunft.
Titelfoto: Die Jobcoaches Mustafa Demir und Diana Bazelak helfen den Schüler:innen an fünf Tagen in der Woche bei der Berufsorientierung. © Barbara Dietl/Zuckmayer-Schule Neukölln
