Mit der Volkssolidarität zu den Paralympics

Das Engagement der Volkssolidarität Berlin im Kuratorium zur Bewerbung der Paralympischen und Olympischen Spiele in Berlin hat Geschichte. Zu den Paralympischen Spielen 2016 in Rio waren wir auf besondere Weise dabei, um ein Zeichen für Inklusion zu setzen.

Rückblick: Die Volkssolidarität Berlin hat schon einmal einen Beitrag zu den Paralympischen Spielen geleistet, auch wenn es lediglich ein kleiner war. 2016 übernahm die Berliner Volkssolidarität für die Leistungssportlerin Dr. Ilke Wyludda die Kosten, unter anderem für Hilfsmittel zur Vorbereitung auf den Wettkampf. Paralympische Sportler:innen sind auf solche Hilfen häufiger angewiesen, da es weniger Unterstützung durch Verbände und Sponsoren für sie gibt.

Gemeinsam mit dem Behinderten- und Rehabilitations-Sportverband Berlin e. V. ging die Volkssolidarität Berlin auf die paralympische Sportlerin zu. Mitte Mai 2016 startete die Patenschaft. Die Medizinerin, selbst Mitglied bei der Volkssolidarität, trainierte regelmäßig in Kienbaum bei Berlin, um in Rio im Diskuswerken hoffentlich eine Medaille zu holen. „Ich kenne die Volkssolidarität seit einigen Jahren und weiß: Wir passen gut zusammen“, sagte sie damals. Zum Dank trug die Sportlerin unser Logo auf ihrer Kleidung. Damals wie heute ging es um Inklusion. In einer unserer IM FOKUS-Ausgaben stand vor zehn Jahren der Satz „Das gleichberechtigte Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ist in unserer Gesellschaft nach wie vor Zukunftsmusik.“ Leider ist er heute immer noch zutreffend. Immer noch gibt es zu wenig barrierefreie Wohnungen, Bahnhöfe oder Arbeitsplätze.

Dr. Ilke Wyludda schaffte es nicht zu den Paralympischen Spiele in Rio. Sie konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen. Dafür fuhr Marianne Buggenhagen, die sich seit Monaten gemeinsam mit Wyludda auf die Spiele vorbereitet hatte. „Ich nehme Ilke Wyludda in Gedanken mit auf die Reise nach Rio. Damit reist auch ihre Patin Volkssolidarität Berlin mit“, sagt Marianne Buggenhagen. „Natürlich geht es im Spitzensport um Wettkampf, aber darüber sollten wir das nicht vergessen, was uns zusammenhält – die Überzeugung, dass wir gemeinsam mehr erreichen können.“

Dr. Ilke Wyludda ist im Dezember 2024 verstorben. Wir sind stolz, diesen besonderen Menschen ein kleines Stück auf ihrem Weg begleitet zu haben.

 

Titelfoto: Dr. Ilke Wyludda 2016 bei der Pressemitteilung zur Verkündung der Patenschaft für die Paralympischen Spiele in Rio mit der Volkssolidarität Berlin