Am 27. August 2025 besuchte der Regierende Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner, das Inklusive Pflegehaus „Alfred Jung“ der Volkssolidarität Berlin in Lichtenberg. Er wollte das innovative und inklusive Pflegekonzept persönlich erleben, die das Haus einzigartig in der Berliner Pflegelandschaft machen. Sein Fazit: „Wenn das Ziel war, mich zu beeindrucken, dann ist es gelungen. Total toll!“
Miteinander in der Pflege
Gekonnt führte Björn Märtin, Teamleiter im Wohnbereich 3 für Menschen mit mehrfachen Beeinträchtigungen, durch die Etage, berichtete von Therapiemöglichkeiten und den Bedarfen der einzelnen Bewohner:innen, aber auch von der Herausforderung, Teilhabe mit dem bestehenden Personalschlüssel zu ermöglichen. Kai Wegner war sichtlich von der Leistung der Kolleg:innen beeindruckt, stellte viele Fragen und ließ den Ort auf sich wirken.
Das Inklusive Pflegehaus „Alfred Jung“ vereint das Seniorenheim Alfred Jung mit 98 Einzel- und 24 Doppelzimmern, die Tagespflege „Lebensbaum“ mit bis zu 24 Plätzen und seit 2023 den Wohnbereich für Menschen mit mehrfachen Beeinträchtigungen mit 20 Plätzen unter einem Dach.
Besonders innovativ ist die Verbindung von vollstationärer Pflege, Tagespflege und inklusivem Wohnen. Damit wird nicht nur die Versorgung gesichert, sondern auch das Miteinander von Generationen gefördert.
Politische Unterstützung für Herausforderungen
Susanne Buss, Vorstandsvorsitzende der Volkssolidarität Berlin, betonte: „Inklusion in der Pflege ist möglich – braucht aber politische Aufmerksamkeit, verlässliche Rahmenbedingungen und Zeit.“
Die Überführung von Bewohnerinnen und Bewohnern aus der Eingliederungshilfe (SGB IX) in die Pflegeversicherung (SGB XI) war eine große Herausforderung. Der Kraftakt ist letztlich durch beherztes Anpacken aller Beteiligten gelungen. Der Regierende Bürgermeister hörte aufmerksam zu und versprach, darauf hinzuarbeiten, dass Bürokratie abgebaut wird.
Dankeschön des Regierenden Bürgermeisters
Kai Wegner dankte den Kolleg:innen für ihre Arbeit und nahm sich Zeit für Mitarbeitende und Bewohner:innen. Nach dem Rundgang blieb er für anschließende Gespräche im Garten der Einrichtung.
