Rund um den 25. November setzt Berlin ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen – und wir sind mittendrin. Unsere Kolleg:innen der Fachberatung bei Häuslicher Gewalt Beratung für Männer – gegen Gewalt waren und sind sowohl bei der Fahnenhissung Reinickendorf am 25. November mit einem Redebeitrag vertreten und begleiten zudem die Kundgebung vor dem Abgeordnetenhaus und machen dort gemeinsam mit vielen anderen sichtbar, dass Täterarbeit Opferschutz ist.
Unsere Vorstandsvorsitzende Susanne Buss bringt es auf den Punkt: „Partnergewalt gegen Frauen ist keine Randerscheinung – sie passiert jeden Tag, in jeder sozialen Schicht, in jedem Alter. Umso wichtiger sind Initiativen und Projekte, die Betroffene schützen, stärken und ihnen Wege aus der Gewalt eröffnen. Als Volkssolidarität Berlin unterstützen wir diesen Tag ausdrücklich. Denn jede Maßnahme, die Gewalt verhindert oder beendet, ist ein Schritt hin zu einer gerechteren Gesellschaft. Am Tag zur Bekämpfung von Gewalt an Frauen erinnern wir daran, dass Schweigen keine Option ist – weder in der Gesellschaft noch in der Politik. Wir stehen solidarisch an der Seite der Betroffenen und arbeiten zugleich präventiv dort, wo Gewalt entsteht. Für eine Stadt, in der niemand Angst haben muss. Für ein Berlin, das hinschaut. Für ein Morgen ohne Gewalt.“
Besonders stolz sind wir auf unsere eigene Fachberatung bei Häuslicher Gewalt „Beratung für Männer – gegen Gewalt“, das die größte Täterarbeitseinrichtung seiner Art in Berlin ist. An vier Standorten begleiten unsere Teams Männer, die gewalttätig geworden sind und Verantwortung übernehmen wollen. Die Wirksamkeit solcher Arbeit liegt auf der Hand: Gewalt endet nicht, wenn Täter ungesehen bleiben. Sie endet, wenn Männer lernen, Alternativen zu Gewalthandlungen zu entwickeln – für sich selbst, für ihre Partner:innen und Familien.
Umso größer ist unsere Wertschätzung dafür, dass unsere Fachberatung bei dem Umsetzungsprozess des Berliner Gewalthilfegesetzes durch die Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz eingebunden sowie bei der Entwicklung des Gewaltschutzgesetzes vom Bundesjustizministerium beteiligt wurde. Für unser Team war diese Beteiligung ein wichtiges Signal: Die Arbeit mit Tätern ist ein unverzichtbarer Baustein im System des Gewaltschutzes.
