Der Ausgangspunkt ist leider kein schöner: 2025 bauten viele Landwirt:innen Kartoffeln an – in der Hoffnung auf gute Preise. Dann fiel die Ernte besonders reich aus, das Angebot stieg stark, und die Preise rutschten in den Keller. In einem Depot bei Leipzig blieben schließlich rund 4.000 Tonnen Kartoffeln liegen, für die sich keine Käufer fanden – das Lebensmittel drohte vernichtet zu werden.
Um das zu verhindern, starteten die Berliner Morgenpost und die Suchmaschine Ecosia gemeinsam mit einem Kartoffelhändler eine Verschenk-Aktion. Auch wir haben uns beteiligt: An mehreren Standorten bewarben wir uns um jeweils eine Tonne – und wurden schließlich mit je einer Tonne in Pankow und Lichtenberg beliefert. In Pankow waren die Kartoffeln nach knapp einer Stunde bereits verteilt; an Ehrenamtliche die sie an bedürftige Mitglieder weitergaben, und an Bewohner:innen einer Unterkunft für Geflüchtete. In Lichtenberg wurden alle Kartoffeln direkt an Geflüchtete ausgegeben.
Insgesamt sind berlinweit inzwischen rund 200 Tonnen Kartoffeln verschenkt worden. Auch wenn damit längst nicht alles gerettet werden konnte, freuen wir uns, einen kleinen Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung geleistet zu haben. Und die schnelle Verteilung zeigt: Der Bedarf ist groß. Wer sich ebenfalls für Lebensmittelrettung engagieren möchte, kann sich an das Netzwerk Foodsharing e. V. wenden. In unseren Begegnungsstätten Mehr Mitte und Brunnenstraße werden regelmäßig Lebensmittel ausgegeben, die sonst entsorgt würden.
Mehr Infos zur Aktion: https://4000-tonnen.de/
