Erfolgsgeschichten

VS Kultur

Die Idee, einen eigenen Veranstaltungsservice aufzubauen wurde Mitte der 90er Jahre geboren. Die Nachfrage ließ nicht lange auf sich warten. 1994 dann das erste Neujahrskonzert im Schauspielhaus am Gendarmenmarkt! Und das war nur der Anfang: Bereits 1999 waren es sechs Neujahrskonzerte. Die anspruchsvolle Konzertreihe am Gendarmenmarkt ist das jährliche Highlight unter all den Angeboten von VS Kultur. Heute besuchen mehr als 14.000 Mitglieder und Zuschauer die nunmehr insgesamt 10 Konzerte in jedem Januar. Namhafte Solisten und das Deutsche Filmorchester Babelsberg prägen mittlerweile seit Jahrzehnten die Konzerte.

Doch die beliebten Neujahrskonzerte sind nur der Auftakt eines gefüllten Jahresprogramms mit hochkarätigen Künstlern. Waren es vor zwei Jahrzehnten noch knapp 20 Großveranstaltungen, so sind es heute bereits 40, die durch VS Kultur mit viel Liebe und Engagement organisiert werden. Hierzu zählen natürlich auch die beliebten Tanztees im Park Inn am Alexanderplatz. Künstler wie Andrej Hermlin mit seinem Swing Dance Orchestra oder das Ronny Heinrich Orchester sind bei unserem Publikum sehr populär und seit Jahren aus den Angeboten nicht wegzudenken. Manch neue Formate und Spielstätten sind in den letzten Jahren hinzugekommen – beispielsweise das Kulturhaus Karlshorst oder das Schloss Biesdorf. Mit Hingabe und charmantem Auftreten unterstützen zahlreiche Ehrenamtliche die Arbeit von VS Kultur – sei es beim Einlass, an der Abendkasse oder beim Ausschank. Dafür sind wir sehr dankbar.

Im Laufe der Jahre gab es manch amüsante Momente, an die man sich mit einem Schmunzeln erinnert. Sei es die in der Waschmaschine durchgespülte Eintrittskarte zum Neujahrskonzert, die dann ordentlich gebügelt werden musste, damit der Sitzplatz irgendwie erkennbar ist. Oder sei es die aufgeregte Moderatorin, die im Eifer des Gefechts ihr Mikro vergessen hatte und von der Bühne rief: „Huch, ich habe mein Mikro vergessen. Ich komme gleich wieder“. VS Kultur freut sich Jahr für Jahr über zufriedene und glückliche Mitglieder in den Konzerten!

Erleben Sie VS Kultur!

„Haus der Parität“ in Biesdorf

Eine große Eröffnungsveranstaltung sollte es im September geben. Corona bedingt kann dies – wie so viele andere Ereignisse und Feierlichkeiten der Volkssolidarität im 75. Jubiläumsjahr anlässlich der Gründung im Oktober 1945 – nicht stattfinden. So haben die verschiedenen Einrichtungen des schmucken Neubaus im „Haus der Parität“ in Biesdorf-Süd, direkt neben der U-Bahnstation Elsterwerdaer Platz, mittlerweile ohne viel Aufsehen in den vollständigen Betrieb gefunden. Das neu entstandene „Haus der Parität“ in der Wulkower Straße wartet mit einem Novum für Berlin auf: Hier gibt es die Tages- und Nachtpflege „El Jana“.

Neben den 40 Plätzen in der Tagespflege gibt es einmalig in der Stadt auch acht Plätze in der Nachtpflege. Das Altenzentrum „Erfülltes Leben“ gGmbH, die Tochtergesellschaft der Berliner Volkssolidarität ist Bauherrin des gesamten Projekts und für den Bereich der Tages- und Nachtpflege verantwortlich. Die Wuhletal–Psychosoziales Zentrum gGmbH unterhält sieben Wohneinheiten im betreuten Einzelwohnen für psychisch Kranke. Und von den neun barrierefreien Wohnungen im Servicewohnen durch den „Miteinander Wohnen e.V.“ in der ersten Etage ist nur eine noch nicht vermietet. Die Wohnungen bieten Wohnkomfort in bester Qualität, mit Fußbodenheizung, moderner Einbauküche, behindertengerechten Bädern.

Das „Haus der Parität“ vereint vier gemeinnützige Träger verkehrsgünstig unter einem Dach. Seit Juli hat hier auch der Beschäftigungs- und Förderbereich des Landesverbandes aus dem  Bereich Eingliederungshilfe seine neue Heimat gefunden. Jeden Wochentag werden die derzeit 16 Betreuten vom Wohnheim in Treptow abgeholt, um sie hier optimal unter besten Bedingungen umfassend fördern zu können. Auf großzügigen 450 Quadratmetern ist Raum für insgesamt 24 Tagesgäste, die hier jede Menge Angebote vorfinden. Vom Snoezel-Raum, einem Sportbereich, der Holzwerkstatt, einem geräumigen Pflegebad bis hin zu Therapie- und Ruheräumen. Besonders beliebt sind die Märchenstunden sowie die Bewegungsspiele mit Musik.

Die neue Heimstatt für so viele Angebotsfelder hat auch für Ortsgruppen etwas zu bieten: Ein ebenerdiger Veranstaltungsraum kann gern von Mitgliedern unseres Verbandes genutzt werden. Das Haus unweit des Biesdorfer Sees ist verkehrsgünstig mit Bus und Bahn erreichbar.

Kontaktstelle PflegeEngagement

Eine Anlaufstelle in der Nähe Ihres Wohnorts, an dem Sie als pflegende Angehörige oder pflegebedürftige Person Gruppen von Menschen finden, die die gleichen Fragen und Herausforderungen meistern wie Sie, an dem Sie sich austauschen und Hilfe bekommen können: das ist die Kontaktstelle PflegeEngagement (KPE). Vor zehn Jahren schufen das Land Berlin, Pflegekassen und private Krankenversicherungen in jedem Bezirk eine KPE. Das Modellprojekt war und ist einmalig in Deutschland. Die zwölf KPEn arbeiten eng mit den Selbsthilfekontaktstellen, Stadtteilzentren und Begegnungsstätten zusammen. Sie haben heute einen ganz wichtigen Platz in den einschlägigen sozialräumlichen Netzwerken und sind unverzichtbar geworden.

2014 ist die KPE Friedrichshain-Kreuzberg unter Trägerschaft der Volkssolidarität mit den beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Dr. Katharina Lange und Monika Vuong und ihrem Ehrenamtsteam in die Gryphiusstraße 16 gezogen. Von hier aus werden die Aktivitäten im Bezirk koordiniert. Zur Zeit treffen sich 16 Gesprächs- und Freizeitgruppen unter Obhut der KPE. Ehrenamtliche übernehmen Besuchs- und Begleitdienste, leiten und moderieren Gruppen, engagieren sich in der Nachbarschaft oder unterstützen im Büro und bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Mit der Fachstelle für pflegende Angehörige haben wir 2012 die erste „Woche der pflegenden Angehörigen“ organisiert. Sie würdigt seitdem regelmäßig Leistungen in der Pflege. Unsere KPE durfte sich schon zweimal über die Verleihung des Berliner Pflegebären an einen ihrer Ehrenamtlichen und an eine Gruppe freuen. Unsere Info- und Kulturveranstaltungen sind so vielseitig wie beliebt. Die KPE besitzt zum Beispiel einen Alterungsanzug, der die Folgen des Älterwerdens simuliert, hat einen digitalen Belastungstest für pflegende Angehörige entwickelt und im Lückenmühler Kurprojekt 2016/17 eine Reihe von Angehörigen gemeinsam mit ihren pflegebedürftigen Familienmitgliedern kostenfrei in den Urlaub reisen lassen. Daneben gibt es interkulturelle „Einladungen zum Tee“, Workshops zu Sturzprävention und vor allem die wichtigen Angebote wie das monatliche „Café Kontakt“.

Es gäbe noch viel zu erzählen, z.B. von Angehörigen, die dank der Unterstützungsangebote ihren Weg zur inneren Balance trotz und mit anstrengender Pflege gefunden haben. Im Oktober wird unsere KPE zehn Jahre alt. Das ist Anlass zu Reflexion und Würdigung. Am 9. Oktober lädt unsere KPE von 11 bis 15 Uhr zum Tag der offenen Tür. Die gegenwärtigen Hygiene- und Schutzauflagen fordern dabei zu Kreativität heraus. Freuen Sie sich auf eine Vernissage zur Ausstellung „Abseits von Schwarz und Weiß – der Alltag pflegender Angehöriger in Berlin“.

Besuchen Sie uns in der Kontaktstelle PflegeEngagement!

Der Reiseklub der Volkssolidarität

„Wem gehört das Matterhorn?“ so titelte die aktuelle Ausgabe der Mitgliederzeitung „VS heute“ im Juni 1995 augenzwinkernd die Erlebnisse vom bis dahin größten Frühlingsfest der Volkssolidarität und des Reiseklubs für Senioren angesichts des Besucheransturms am berühmten Berg. Mehr als 600 Busse brachten in sieben einwöchigen Durchgängen insgesamt rund 28.500 Gäste in die Schweiz. Zum Ausflugsprogramm gehörte auch das Matterhorn. Von Zermatt aus waren eigens für die Volkssolidarität Sonderzüge der berühmten Gornergratbahn, der höchsten Zahnradbahn Europas, eingesetzt worden. Die Idee, in der Gemeinschaft auf Reisen zu gehen, im Kreise von Freunden und Bekannten, der Ortsgruppe, ging voll und ganz auf.

Als im März 1991 der Reiseklub für Senioren in Berlin gegründet wurde, ahnte bestimmt noch niemand, welche Rolle einmal das gemeinschaftliche Reisen für die Volkssolidarität einnehmen würde. Die Idee lag auf der Hand: Für den enormen Nachholbedarf beim Reisen nach dem Umbruch 1989 wurden spezielle Urlaubsangebote für Menschen in der zweiten Lebenshälfte unterbreitet. Vor allem Sicherheit, Geselligkeit und bester Service waren gefragt. Der Reiseklub stellte sich darauf ein. Das erste Seniorentreffen fand im September 1991 im österreichischen Mauterndorf mit rund 4.000 Gästen statt, ein knappes Jahr später waren es in Pesaro in Italien schon10.000 Reisende. In den folgenden Jahren entwickelten sich die Frühlingsfeste, die Herbsttreffen sowie die alljährlichen Chortreffen der Volkssolidarität zu beliebten Höhepunkten im Mitgliederleben auch der Berliner. Besonders die Frühlingstreffen wurden zu regelrechten Selbstläufern, die in den 90-er Jahren unglaublich viele Menschen zu ausgewählten und namhaften Zielen quer durch Europa führten.

Venedig, Malta, Sizilien, Andalusien, die Schweiz – allein beim Frühlingstreffen auf Mallorca 1996 fanden an die 33.000 Reiselustige auf der berühmten Ferieninsel zusammen. In den 2000-er Jahren lockten solch gefragte Reiseziele wie die Götter-Insel Zypern, Ägyptens Pyramiden oder die Strände der Türkei und zeigten die ungebrochene Reiselust unserer Mitglieder.

„Gemeinsam, nicht einsam“, so lautet das Motto des Reiseklubs, das besonders die großen Treffen geprägt hat. Bis zur Gegenwart sind die Frühlingstreffen das Aushängeschild des kooperativen Miteinanders von Reiseklub und Volkssolidarität. Nach wechselnden Veranstaltermarken wird das traditionelle Frühlingstreffen des Reiseklubs jetzt alljährlich von Becker-Strelitz Reisen aus Neustrelitz gemeinsam mit der Volkssolidarität veranstaltet. Wenn auch heute nicht mehr derart große Zahlen zusammenkommen, die Idee des gemeinsamen Verreisens, gepaart mit perfekt organisierten Ausflügen, guten Hotels, kurzen Wegen und Zeit fürs gesellige Miteinander ist nach wie vor beliebt.

Nach Sloweniens Adriaküste (2016) ging es 2017 zu “Andalusiens Schätzen”, 2018 auf Griechenlands grünste Insel Korfu und 2019 erneut nach Mallorca. IM FOKUS berichtete darüber. In diesem Jahr wurde die Griechenland- Reise an die olympische Riviera leider wegen Corona verschoben.

Kontakt: 75 Jahre Volkssolidarität

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Constance Frey

Leiterin Kommunikation und Kultur

+ 49 30 403 66 10 20

constance.frey(at)volkssolidaritaet.de

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Mario Zeidler

Referent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

+ 49 30 403 66 10 21

mario.zeidler(at)volkssolidaritaet.de

Seit 75 Jahren für ein soziales Berlin

Miteinander - Füreinander stärken wir kranken, einsamen 
und schutzbedürftigen Menschen den Rücken